Das Geheimnis des Oolong Tees

Der schwarze Drache

Wortwörtlich übersetzt bedeutet Oolong "Schwarzer Drache" und kommt aus dem Chinesischen.

Einer Legende zufolge trocknete ein Teebauer seine Teeblätter als er von einem schwarzen Drachen angegriffen wurde und floh. Als er nach einigen Tagen zurückkehrte, hatten sich die Teeblätter verändert. Sie wurden durch die Sonne leicht fermentiert und schmeckten, mit Wasser aufgegossen, weich, mild und leicht prickelnd.

Dies beschreibt recht gut die Herstellung des heute bekannten Oolong Tees.
Denn beim Oolong handelt es sich um einen Tee der zwischen Grünem Tee und Schwarzem Tee anzusiedeln ist. Um einen Oolong herzustellen, breitet man die Teeblätter zum trocknen aus und lässt sie leicht welken. Dann kommen sie zum Ruhen in einen Raum, wo durch ständiges reiben und schütteln die Zellwände aufgebrochen werden und der Zellsaft austreten kann. Dieser oxidiert dann mit dem Sauerstoff der Luft, was den eigentlichen Fermentationsprozess darstellt.

Um einen Oolong herzustellen muss dieser Prozess durch vorsichtiges Erhitzen unterbrochen werden. Und je nach Zeitpunkt des Unterbruchs schmeckt der Oolong Tee mehr wie ein Grün- oder Schwarztee.

Da die Teeblätter nicht zerkleinert, sondern zusammengerollt werden, erinnern sie tatsächlich an schwarze Drachen (chinesisch: Oolong) beziehungsweise Schlangen.

Die Wirkung

Die besondere Wirkung des Oolong Tees erfolgt durch die enthaltenen Polyphenole. Diese haben die positive Eigenschaft, Fette an sich zu binden und abzutransportieren. Deshalb wundert es auch nicht, dass Chinesen zu fettigen Speisen gerne Oolong Tee trinken, um die Verdauung zu fördern. 

Antioxidantien beziehungsweise sekundäre Pflanzenstoffe sind weitere Substanzen, die die Oolong Tee Wirkung unterstützen. Sie können unter anderem den Alterungsprozess verlangsamen, das Immunsystem stärken sowie freie Radikale isolieren. Laut belegter Studien soll diese Wirkungsweise sogar Plaques reduzieren und dadurch die Mundhygiene verbessern. Neben einem aromatischen Geschmack bietet Oolong Tee somit viel für die menschliche Gesundheit.

So geniessen Claudia und ich den Oolong Tee 

Wir lieben Oolong - vor allem am Nachmittag anstatt etwas Süsses geniessen wir unsere Oolong gerne mit cremigen Noten, wie beispielsweise unseren "Buttermilch Zitrone" oder unseren Coco Jambo, aber auch die nicht aromatisierten Sorten wie Java Halimun Jade Oolong, der Schwarztee ähnliche Oolong Nepal Himalayan Orange Hill oder unsere sehr kostbare Rarität Tie Guan Yin sind tolle Tees für den Nachmittag. Oolong ist für uns die perfekte Symbiose zwischen Grünem und Schwarzen Tee.