... in Frankreich - Tag 2 - Lyon

Nach einer guten Nacht machen wir uns auf, die Stadt Lyon zu Fuss zu erkunden.

Als erstes geht es zurück zum Parkhaus am Place des Terreaux, um das Auto auf einen anderen Parkplatz zu stellen. Da es in Frankreich mittlerweile eine hohe Dichte an Hybrid- und Elektroautos gibt, wird man gebeten, sein Auto nicht länger als 12h auf einem Parkplatz mit Ladestation zu parken. Und als wir uns daran machen, unser Auto umzustellen, kam auch schon der Nächste freudestrahlend um die Ecke.
Vom Place des Terreaux, welcher sich auf der Insel zwischen den Flüssen Rhône und Saône befindet, laufen wir auf die Linke Flussseite der Saône.
Wir gelangen zum grössten Platz der Stadt, dem Place de Bellecoure. Hier hat sich Luise der 14. verewigt. 
Durch die Altstadt geht es über zahlreiche Treppen, kleinen Gassen und einigen Höhenmetern auf den Fourviêre, einem Hügel auf dem sich die Notre Dame de Fourviêre befindet.
Wir laufen durch einen wunderschönen Park hinauf zur Kathedrale. Der Park bietet bei dem sonnigen und sehr warmen Wetter eine herrliche schattenspendende Abkühlung. Es riecht nach Blumen, Sommer und Süden. Mir kommt es fast so vor, als wären wir in Nîmes - im Jardins de la Fontaine. Der Alltag ist vergessen und wir geniessen die Ruhe. 
Immer wieder sehen wir unser Ziel durch die Baumwipfel. Majestätisch thront die Kathedrale auf diesem Berg und wacht somit über die Stadt Lyon.
Erbaut wurde sie im 12. Jahrhundert und man fühlt sich noch förmlich beobachtet von der Obrigkeit, die über ihre Schäfchen wacht, wenn man auf diesen Berg läuft. Mit etwas Fantasie wird man ins späte Mittelalter zurück versetzt.
Wir lassen uns Zeit, setzen uns auf unserem Rückweg im Park auf eine Bank und lassen die Seele baumeln.
Zurück in der Altstadt suchen wir uns ein kleines Restaurant - und finden einen Vietnamesen. Wer uns kennt, der weiss, dass wir daran nicht vorbeigehen können.
Wir werden herzlich begrüsst, finden den einzigen Tisch im Aussenbereich und geniessen Frühlingsrollen, lackiertes Huhn und Phỏ Bo.

Am Nachmittag laufen wir zum Südteil der Insel. Dort entdecken wir ein neugebautes Viertel der Stadt. Jedes der Häuser besteht aus einem anderen Material oder hat eine spezielle Architektur. Kein Haus gleicht dem Anderen und keines ist einfach nur ein Haus. Ausserdem hat man hier einen künstlichen Kai angelegt, ein bisschen wie in Hamburg. 

Den Abend verbringen wir wieder in der Altstadt, natürlich mit einem sehr leckeren Glacé zum Abschluss.