... in Frankreich - Tag 9 + 10 - wir erreichen die Bretagne (250km) und legen einen Ruhetag ein

Guten Morgen,

die Nacht im Auto war wieder herrlich. So fühlt sich Freiheit an - irgendwo anhalten, wo es einem gefällt und am nächsten Tag weiterziehen. Ich mache einen ausgedehnten Strandspaziergang während Michael joggen ist. Es ist 7 Uhr und ich bin völlig allein am Strand. In der Nacht hat sich das Meer wieder weit auf den Strand ausgedehnt und so laufe ich über festen, glattgespülten Sand. Ein paar Algen, Muscheln und Steine zieren meinen Weg. Zeitweise laufe ich hinter der Düne entlang. Hier ist die Landschaft geprägt durch maritime Flore bestehend aus Stechpalmenbüschen (Ilex), Kiefern und verschiedenen Distelarten.


Zurück am Auto hat Michael schon mal angefangen unser Nachtlager zu verräumen. Wir fahren in die Ortschaft Nourmoutier und suchen uns ein kleines Café. Dieses ist bretonisch und bietet uns einen ersten Einblick in die Kaffee- und Gebäckkultur von Brittany. Übrigens: Sage niemals einem Bretonen, dass er Franzose ist - ist er in seinen Augen nämlich nicht - er ist Bretone.
Same same but different!
Lange sitzen wir dort und beratschlagen, welche Route wir wohl einschlagen und wo wir hinfahren möchten. Wir haben ja Zeit!
Wir entschliessen uns einen zentralen Punkt in der Bretagne anzufahren und finden ein Quartier nahe der Kleinstadt Loudéac.

Der Unterschied zwischen der Landschaft und Häusern der Bretagne, im Vergleich zu der Landschaft und den Häusern der Region wo wir vorher waren, könnte nicht grösser sein. Hatten wir bisher eine mediterrane-maritime Landschaft und weissgetünchte Häuser mit rotbunten Dächern, so haben wir jetzt eine saftig grüne Landschaft mit viel Bewuchs und Steinhäuser mit grauen Dächern.
Die Grenze stellt die 'Loire' da, welche die Bretagne auch klimatisch abgrenzt. 

Die Bretagne ist die grösste Halbinsel Frankreichs und im Nordwesten zu finden. Durch den schnellen Wechsel von Hoch- und Tiefdruckgebieten ändert sich das Wetter mehrfach am Tag. Und so kann es schon mal passieren, dass die Sonne scheint und wenig später ein Regenschauer vorbei zieht.

Am späten Nachmittag erreichen wir unser Quartier: Gîtes de Lenvos. Hier lebt Familie Lenvos, welche vor 10 Jahren mit ihren 3 Kindern und dem Hund aus Grossbritannien ausgewandert ist. Sie haben sich hier ein Anwesen bestehend aus zwei Hausreihen mit einem Innenhof und 4.5ha Land gekauft und liebevoll renoviert (https://www.lenvos.fr/prestations). In den Gebäuden befinden sich drei Ferienwohnungen, 3 Studios, den Wohnräumen der Familie und einigen Wirtschafts- und Gemeinschaftsräumen. Auf dem Grundstück sind zwei kleine Seen, ein Pool, ein Japanischer Garten und jede Menge Platz zum spazieren gehen, mit jeder Menge Sitzmöglichkeiten. Ein kleines Paradies im Herzen der Bretagne.
Wir waren auf dem Weg hierher bereits einkaufen und so fangen wir nach dem Ausladen des Autos mit dem Kochen an.

Tag 10 ist ein Ruhetag. Hier blenden wir euch aus und melden uns am Tag 11 wieder.